Glöcklerlauf in Gmunden
5. Jänner

Glöcklerlauf

mit Ankunft der Heiligen 3 Könige im Salzkammergut

Erleben Sie in Ihrem Winterurlaub im Seehotel im Weyer im Salzkammergut die österreichische Tradition des Glöcklerlaufs. Doch woher stammt diese Tradtition, wann ist der Glöcklerlauf in Gmunden und was passiert dabei?

In der letzten Rauhnacht, in der Nacht vom 5. auf den 6. Jänner, finden nach Einbruch der Dunkelheit in Ebensee, Gmunden, Bad Ischl und in weiteren Orten des Salzkammergutes und mittlerweile auch des Voralpengebietes die Glöcklerläufe statt. Die Glöcklerläufe sind Ende des 19. Jahrhunderts als Heischebrauch in Ebensee entstanden. Zunächst wanderte der Brauch nach Bad Ischl und breitete sich dann auf die traunabwärts liegenden Orte aus.

Die Glöckler ziehen dabei in weißen Gewändern durch die Winternacht von Haus zu Haus. Mit ihren kunstvoll gearbeiteten, hell leuchtenden Glöcklerkappen sind sie eine Besonderheit im winterlichen Brauchtum des Salzkammergutes. Diese mit Kerzen von innen beleuchteten Hauben sind bis zu zweieinhalb Meter lang, etwa eineinhalb Meter hoch und wiegen nicht selten bis zu 15 kg. Sie bestehen aus Holzgestellen in unterschiedlichen Formen, die mit schwarzem Tonpapier bespannt sind. In dieses wurden Muster aus Blumen-, Weihnachts- und Heimatmotiven geschnitten und die so entstandenen Löcher mit transparentem Buntpapier hinterklebt.

Immer wieder werden die Glöckler gerne mit heidnischem Glauben in Verbindung gebracht. Sie seien Lichtbringer, welche die Dunkelheit und Kälte durch Licht und Wärme besiegen. Das Heil und der Segen der guten Geister sollen gewonnen und die bösen Geister der Finsternis vertrieben werden. Das Klingen der schweren Glocken, die sie umgebunden haben und der Rhythmus ihrer Schritte soll das unter der Schneedecke liegende Getreide aufwecken und zum Wachsen bringen. Die Glöckler laufen in sogenannten Passen. Je nach Gemeinde laufen sie unterschiedliche Figuren, etwa Achter und Kreise, oder singen auch Hirten- und Weihnachtslieder. Dafür erhalten sie freiwillige Spenden und Verpflegung, meist Glühwein, Schnaps und traditionellerweise den Glöcklerkrapfen.

Der Glöcklerlauf wurde im Jahr 2010 in die Liste der immateriellen Kulturgüter der UNESCO aufgenommen.

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